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De oll Swiensnieder Schuldt het graben. ⸢Dorbi stöten se up ʼn Kasten.⸣ As seʼt half in de Hööcht hatt hebben, kümmt de Herr antorieden ⸢un seggt,⸣ dat Geld wier sien. ⸢Donn seggt⸣ Schuldt, se wullen sik dat delen. „Ne, dat hüürt mi nu, ⸢dat is⸣ up mienen Grund un Bodden ⸢funnen“.⸣ Schuldt maakt so Hokuspos. Dat Geld geiht na de Meeresgrund rin. Schuldt...
[18] Den gefundenen Schatz nimmt der Gutsherr
Schütt sien Swiegervadder het Duurn utraadt biʼn Burgwall ⸢un⸣ het ⸢dorbi⸣ ʼn groten gälen Ring funnen. As he wedder henkümmt na Middag, is de Ring verswunnen. „Du Schaapskopp“, seggt de Baron Maltzan, „wo hest du dennʼ Ring laten?“ ⸢Oever de Ring⸣ is verswunnen wäst. Erzähler: Tagelöhner Rohde, ca 50 J., Rothenmoor, Kreis Teterow; aus Klocksin, Kreis...
[17] Den gefundenen Schatz nimmt der Gutsherr
In Walkendörp up ʼe Braak het en Jung Swien hött. ⸢Donn het en⸣ Soeg ʼn ganzen Schäpel Geld rutbraken. ⸢Donn seggt⸣ de Herr, ⸢dat Geld gehüürt em un⸣ het sik dat haalt. Erzähler: Arbeiter Klaeter, Tessin, Kreis Rostock; Aufzeichner: Wossidlo, 4.10.1917
[16] Den gefundenen Schatz nimmt der Gutsherr
Auf dem Hofe zu Lüssow bei Güstrow läßt sich zu Zeiten ein Geräusch hören, als wenn ein Wagen den Steindamm, der in der Mitte des Hofes ist, hergefahren komme und dann vor dem Hause stille halte. Ich erinnere mich dessen aus meinen Kinderjahren, so daß die Hausbewohner aus der Wohn-, Schreiber- und Leutestube herbei eilten, den vermeintlichen Besuch zu...
[15] Raffgier noch im Tode
Dor is mal ens ne Fru west, dei is so gierig west, datt sei sick gornich von ehr Geld trennen könnt hett. As sei dot bliven deit, möten ehr Kinner ehr versprecken, dat sei ehr dat Geld mit int Grav geben willn. As sei nu dot wier, läden ehr Kinner ehr dat Geld unnert Koppküssen int Sarg un so würd sei begraben. Naher würd dei Arben dat led un sei grawten...
[14] Raffgier noch im Tode
Is ʼn oll Stück, is binah ʼn Stück ut ʼt Dullhuus: ⸢Dor⸣ is ʼne Fru ⸢wäst,⸣ de is riek wäst ⸢un⸣ het drei Kinner hatt. Twee Kinner hebben ehr good Brot hatt, een Dochter ⸢oever⸣ geihtʼt ganz arm. ⸢De rieke Fru⸣ het ʼne Deenstdiern bi sik, de Kinner het se nich üm sik hebben wullt. Dat kümmt so wiet, dat se starben mööt. De Kinner luren all up ʼe...
[13] Raffgier noch im Tode
ʼT wir mal ens en Kirl, de hadd sinen Herrn sin Pacht betalt, oewer keen Quitung bekamen. Donn blew de Herr dot un sin Fru wull nich glöwen, dat er Mann de Pacht al bekamen hadd, se verlangte, dat dei Pacht an er betalt würr. De Kirl wir sir trurig un as hei nu in sin Trurigkeit so herümdoesʼte (träumerisch umherging), donn begegent em en lüttes Männeken...
[12] Die geldgierige Herrin
In Groot Gievitz is ʼn Pachtscheper wäst. De Eddelmann ⸢is⸣ dootbläben. ⸢De Eddel⸣fru ⸢verlangt de Pacht to ʼn tweiten Mal. De Scheper⸣ geiht so kurlos up ʼn Feld ⸢un⸣ ett sien bäten Brot bi de Schaap. ⸢Donn⸣ föllt en Krömel daal. He sett ʼn Hoot ⸢dor⸣ up, ⸢he⸣ will em wedder hebben. Dor liggt dor ʼn heil Brot unner, un de Krömel baben up, ⸢un en⸣ lütt...
⸢En Scheper⸣ het ⸢bi dennʼ Herrn sien⸣ Pacht betahlt. ⸢Kort dorna is de⸣ Eddelmann storben. ⸢Sien⸣ Fru seggt, se harr noch keen Pacht vonʼn Scheper krägen. ⸢De⸣ geiht ⸢nu ganz⸣ bedröövt rüm. ⸢Donn⸣ kümmt de Düvel bi em ⸢un seggt, he wull em helpen. Se⸣ wullen ⸢eens dennʼ⸣ Herrn upsöken. ⸢Se kamen ja⸣ hen na de Höll. ⸢De⸣ Herr liggt inʼt Füür ⸢un de lütten...
De Ellermudder in Basedow is so grausam un hart wäst: De Dierns het se, wenn se wat vergahn hebben, an ʼn iesern Aben anbunnen un denn so langʼ nabött, bet se verbrennt sünd. Eens Dags gifft se ehren Kutscher Ordre, he süll ehr na den hogen Barg führen, dor steiht ene grote Dann, von de ut kann man wiet oeverʼt Land kieken. „Hier will ik utstiegen“, seggt...
[8] Die Urgroßmutter mit dem feurigen Kamm
Frau von Viereck het de Mätens mit ⸢ʼne⸣ iesern Ääl haugt up ʼe Fingern biʼt Spinnen. Erzähler: Altmann Abs, Tessin, Kreis Rostock; aus Ridsenow, Kreis Güstrow; Aufzeichner: Wossidlo, 27. 3. 1910.
[7] Die gequälten Spinnerinnen
En Gootsbesitzer in de Grevismoehler Gegend, ik will em nich naamkünnig maken, is ok so häßlich wäst gegen sien Lüüd, ⸢he⸣ het ehr nix to läben günnt, nich mal sattäten hebben se sik künnt. De is naher wedderkamen na sienen Dood. ⸢He⸣ het up ʼe Knee vörʼn Swienstrogg lägen un mit de Swien ut ʼn Trogg fräten. Erzähler: Inspektor Dettmann, 76 J., Schwaan,...
[6] Gutsbesitzer muss zur Bestrafung mit den Schweinen aus Trog essen
De Eddelmann in Stellshagen het en Diern so mißhannelt, de het toletzt ʼn Stoeker nahmen un is up em ingahn. Un de Lüüd hebben em vonʼn Pierd krägen un dootslahn. Sien Mätress bespreckt de Scheid, bloß dat Water kann se jo nich bespräken. Dor is ʼn Waterlock, dor sünd vääl dörchswommen, de hebben sik flüchtt, de annern sünd faatt. — Gerichts schlag heet...
[5] Edelmann wird totgeschlagen, nachdem er Mätresse misshandelt hat
Neperstorf: ⸢En⸣ Mann ut Warin het bettelt. Se hebben em so vääl slagen müßt. ⸢Se hebben em⸣ upʼt Brett bunnen. ⸢He⸣ is in Blaut stickt. Dor geev dat ʼn Lied oever. Erzähler: ehem. Schäfer Kruse, Altersstift Schwerin, Kreis Schwerin; Aufzeichner: Wossidlo, 4. 4. 1914.
[3] Ein Bettler wird erschlagen
In einem Dorfe bei Eldena war eine Frau, bunt Durick geheißen, die hatte eine rote Zipfelmütze, wenn sie die aufsetzte, war sie unsichtbar. Sie machte sich öfter unsichtbar und holte allerlei zusammen, unter anderem ging sie auf die Märkte und stahl Tücher und andere Kleidungsstücke aus den Läden. Einmal sah einer der Verkäufer, dass ihm immer ein Stück...
[2] Die Hexe mit der roten Zipfelmütze